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Vita Otsch - Flausenfabrik 2026

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Kinderkultur
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Ausführlicherer Lebenslauf von Uwe Drotschmann Clown Otsch (D)
Es musste so kommen. Karlsruhe, 1965 - mit der Nabelschnur verheddert und mehr tot als lebendig kam ich zur Welt.
Nach zahlreichen Knochenbrüchen und sonstigen Unfällen in der Kindheit war klar - mir war die Kunst des Stolperns in die Wiege gelegt. Nach der Schule ging ich 3 Jahre ganz brav - aber immer leicht strauchelnd - in die Lehre als Industriekaufmann. In dieser Zeit wurde mir klar: Ich werde Clown. Hatte mir ja mit 16 Jahren selbst das Jonglieren beigebracht und hatte mit 19 Jahren meine ersten bezahlten Aufführungen in Kindergärten, zu Kirchenfesten etc.
Nach einer 6 monatigen Reise durch Afrika auf dem Landweg diente ich dem Staat als "Soldat“
Dort erarbeitete ich mein erstes Abendprogramm "Circus Draumatico" und wurde zum ersten Mal kulturell gefördert bzw. unterstützt.
Dann war es an der Zeit, dass ich das Stolpern von Grund auf erlernen wollte und so ging ich an die Theater- und Artistenschule Dimitri ins Tessin. Das 3jährige Studium absolvierte ich souverän! Ich erhielt ein vollständiges Diplom für alle Fächer wie Pantomime, Akrobatik, Improvisation etc. und sogar im Ballett auf das ich besonders stolz bin. Denn trotz meiner "Unbeweglichkeit" und O-Beinen war ich fleißig und stets bemüht. Allen war klar, dass ich niemals ernsthaft Ballett tanzen würde.. !
Gleich im Anschluss wurden meine ganze Klasse und ich für ein Jahr im Großcircus- und Theater-Projekt - "Manegentheater Salti Nögge" engagiert. Das Projekt sollte Circus Roncalli Konkurrenz machen , scheiterte trotz guter finanzieller Ausstattung . Daraufhin beschloss ich lieber kleinere Brötchen zu backen und meinen eigenen Weg zu gehen. Ich gab mir den Namen Clown Drotsch und gründete kurz darauf mit Loraine Iff die Theaterkiste. Das war 1993 - seitdem schrieb und inszenierte ich mehrere Kindertheaterstücke und Abendprogramme. Ab 1995 beschäftigte ich mich intensiv mit den "Neuen Medien" und ihren "anderen" Möglichkeiten.
Ich suchte und (er)fand auch eindrückliche Ausdrucksformen der Darstellung und gründete 1998 das Polypictures Medientheater. (www.polypictures.de) Viele Projekte entstanden unter meiner "Federführung" mit Gastkünstlern etc. 1999 machte ich mich u.a. dabei selbst als Darsteller überflüssig und hatte somit meine ersten Klang- und Videoinstallationen kreiert. Den scheinbar widersprüchlichen Dingen wie Multimedia-Theater, Installationen und Clownerie widmete ich mich intensiv bis 2002. Trotz des recht großen Erfolges im Event/Galabereich (Auftragsarbeiten für SAP/Deutsche Börse/ IBM etc.) stellte ich fest , dass dies nicht meine Welt ist. "Nebenher" hatte ich in diesen Jahren immer wieder Aufführungen für Kinder absolviert und hatte 2002 die Erkenntnis "das macht mehr Sinn ! " Zum Unverständnis vieler, beendete ich das Medienprojekt ,legte den "Dr " Titel von meinem Namen ab und wurde zum Otsch. Befreit von dem technischen Schnick Schnack "entstanden" mit Loraine Iff als Hauptrolle die zwei besten Produktionen unseres gemeinsamen Lebens. Zwei wundersame Töchter mit denen wir dann später von Stuttgart Mitte in ein 500 Seelen Dorf in den Hunsrück zogen.
Dort wurde mein Stolpern entschleunigt und ich fing an, neben den Theaterstücken auch das alte marode Haus auszubauen und herzurichten. Mit viel Eigenleistung entstand auch ein Atelierneubau aus Strohballen, Holz und Lehm und einer Glasfront Richtung Süden.
Lernte dabei im "Do it yourself - und machs nochmal "Verfahren vieles aus dem Handwerk - insbesondere, dass man da auch vieles falsch machen kann... ich doch keine 2 linken Hände habe ...und gute Handwerker Gold wert sind (dank an die Baufirma Lehmliebe). Die neuen natürlichen Materialien die ich dabei entdeckte, beflügelten meine Phantasie und ich fing an Spielgeräte zu erfinden und zu bauen. Das Tolle daran ist, dass diese, im Gegensatz zur flüchtigen Bühnenkunst, auch nach meinem Ableben auf der Erde wohl noch Bestand haben werden.
Das Ergebnis findet man seit 2013 unter dem Namen www.flausenfabrik.de im Internet.
Nebenbei entstand das Soloprogramm zur Artenvielfalt "Dschungel im Labor" sowie eine Hommage an den Lebensraum Meer " So ein Circus" mit der Theaterkiste. Es gab auch immer wieder halb improvisierte Solo Mixprogramme wie Flausensausen, Zauberlehrling , Oi Oi Otsch etc. Alle Produktionen hatten eins gemeinsam - sie erhielten nie Produktionszuschüsse. In all den Jahrzehnten ,trotz zahlreicher Anträge und wirklich innovativen und ungewöhnlichen Inhalten wurden die Arbeiten nicht als förderungswürdig eingestuft. Selbst eine Komödie zur Flüchtlingsproblematik und Welthandel (Der gedeckte Tisch) wurde aus eigener Tasche finanziert. Deshalb hier mein großes "Dankeschön" an alle Veranstalter, die uns bzw. mir schon jahrelang / jahrzehntelang die Treue halten.... das nenne ich gewachsene Kultur von unten.
Auch ganz lieben Dank auch an alle kleinen und großen Otsch Freunde/Familien die mich mit ihren Kommentaren, Nachrichten oder einfach mit ihrem Lachen beflügelt und gestärkt haben, so weiter zu machen.
Dann kam Corona und ich habe zum Ersten male seit 1984 fast jedes Wochenende am gleichen Ort verbracht !
Ich kam mir vor wie ein Rentner - in den ersten Wochen/Monaten war das sogar angenehm - keine Termine, keine Fahrerei denn sonst bin ich im Jahr mit meinen Bus ca. 1 mal um die ganze Welt gefahren (ca. 40 000 Kilometer)
Aber mir fehlte der Energieaustausch mit den Kindern. Selbst die Spielplätze haben Sie zu meinem Unverständnis gesperrt .. Himmel sei dank haben ein paar Veranstalter mich angerufen und mir wenigsten im Sommer ein paar Jobs vermittelt. Hatte mir dann ein Riesenkleid gebastelt so das die Kinder bei ebenerdigen Auftritten nicht näher als 3 Meter kommen konnten . Not macht erfinderisch und das war schon immer meine Stärke mit wenigen Mitteln ungewöhnliches zu erschaffen .
Ich benutze auch die Freie Zeit mich in der Medienarbeit fortzubilden und einen eigenen Otsch Film Style auszuarbeiten. Ihr dürft gespannt sein , den bis April 2023 dürften die ersten Otsch Avatars im Flausen TV zu sehen sein. Meine Kinder sind nun selbstständig und außer Haus- auch haben sich die Wege mit Loraine Iff getrennt und ich stehe am Beginn einer Neuen Erschaffungsperiode.
Ideen sind genug da !
Eine verspielte kreative Zeit wünscht euch euer Flausen Otsch.
Flausenfabrik der mobile Vergnügungspark
Mühlenweg 2 , 55608 Bergen , Tel 06752-913020  oder Adlerstr.20 , 70199 Stuttgart 0711-6741630
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