Vita Otsch - Flausenfabrik 2021

Kinderkultur
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Ausführlicherer Lebenslauf von Uwe Drotschmann - Otsch  (D)
Es musste so kommen. Karlsruhe, 1965 - mit der Nabelschnur verheddert und mehr tot als lebendig  kam ich zur Welt.
Nach zahlreichen Knochenbrüchen und sonstigen Unfällen in der Kindheit war klar - mir war die Kunst des Stolperns in die Wiege gelegt. Ich ging 3 Jahre ganz brav - aber immer leicht strauchelnd - als Industriekaufmann in die Lehre. In dieser Zeit wurde mir klar: ich  werde Clown. Hatte mir ja mit 16 Jahren selbst das jonglieren beigebracht und hatte mit 18 Jahren meine ersten bezahlten  Aufführungen (Kindergarten, Kirchenfeste etc.)
Nach einer 6 monatiges Reise durch  Afrika (hatte mich etwas verfahren) diente ich dem Staat als "Soldat“,
dort arbeitete er  an seinem ersten Abendprogramm und wurde  dort sogar zum erstenmale  gefördert.
Dann war es  an der Zeit, dass ich das Stolpern von Grund auf erlernte. Ich studierte das Clownsein an der Theater- und Artistenschule Dimitri im Tessin. Das 3jährige Studium absolvierte ich souverän!  Für das gelernte Stolpern erhielt ich ein vollständiges Clowndiplom (für alle Fächer wie Pantomime, Akrobatik, Improvisation (etc.) und sogar in Ballett auf das er besonders  stolz bin - mit seinen O-Beinen war er dabe einfach nicht ernst zu nehmen - trotz voller Anstrengung.  
Danach wurde ich für ein Jahr im Großcircus- und Theater-Projekt - "Manegentheater Salti Nögge" engagiert. Im Anschluss daran wollte ich wieder eigene Wege gehen - gab mir den Namen Clown Drotsch und gründete kurz darauf mit Loraine Iff die Theaterkiste. Das war 1993 - seitdem schrieb und inszenierte ich mehrere Kindertheaterstücke und Abendprogramme. Ab 1995 beschäftigte ich mich intensiv mit den "neuen Medien" und ihren "anderen" Ausdrucksmöglichkeiten. Ich suchte und fand auch eindrückliche Ausdrucksformen der Darstellung und gründete 1998 das Polypictures Medientheater. (polypictures.de) 1999 machte ich mich dabei selbst als Darsteller überflüssig und hatte somit meine ersten Klang- und Videoinstallationen kreiert. Den scheinbar widersprüchlichen Dingen wie Multimedia-Theater, Installationen und Clownerie widmete ich mich intensiv bis 2002. Trotz des recht großen Erfolges im Eventbereich (Auftragsarbeiten für SAP/Deutsche Börse/Software AG IBM etc.) musste ich feststellen, dass dies nicht meine Welt ist und ich viel lieber für Kinder spiele.  Zum Unverständnis einiger, beendete ich das Medienprojekt legte den "Dr"  Titel von meinem Namen ab und wurde zum Otsch.
Befreit von dem technischen Schnick Schnack, zog ich mit Loraine und unseren gemeinsamen Kinder aufs Land.  Dort wurde mein Stolpern entschleunigt und ich fing an, neben den Theateraufführungen, Spiele zu entwickeln und das Haus auszubauen. Errichtete in viel Eigenleistung unseren Proberaum aus Strohballen, Holz und Lehm.
Lernte dabei im "Do it yourself - und machs nochmal "-Verfahren vieles aus dem Handwerk - insbesondere, dass man da auch vieles falsch machen kann... und ich doch keine 2 linken Hände habe ...und gute Handwerker Gold wert sind (habe welche gefunden - Firma Lehmliebe - danke an die Jungs (Appel, Armin, Müh und Dettmer - die ihren Job super machen....). Die neuen Materialien die ich dabei entdeckte, beflügelten meine Phantasie und ich fing an Spielgeräte zu erfinden und zu bauen. Das Tolle daran ist, dass diese, im Gegensatz zur flüchtigen Bühnenkunst, auch nach meinem Ableben auf der Erde wohl noch Bestand haben werden.  
Das Ergebnis findet man seit 2013 unter den Namen www.flausenfabrik.de im Internet. Aufgrund der sich zuspitzenden Klimafrage beschlossen wir 2017 ein  Theaterstück zum Welthandel für Kinder zu schreiben - nachdem ich mir daran einige Zähne ausgebissen hatte, ist es mir auch gelungen, daraus etwas Lustiges, Staunenswertes zu machen.  (Übrigens ein Thema das mich privat  schon immer beschäftigt hat. Früher (Mitte der 80 iger) wurde man  dafür von den meisten Mitmenschen ausgelacht   - Klimaerwärmung, Artensterben, Waldsterben -Resoursenverschwendung  haha ist doch alles da  bla bla bla  ...... )


Hier noch ein großes Dankeschön an alle Veranstalter die uns bzw mir  schon jahrelang die Treue halten und  vor allem  einen ganz lieben Dank auch an alle kleinen und großen Otsch Fans die mich mit ihren Kommentaren, Nachrichten oder einfach mit ihrerem Lachen beflügeln umso weiter zu machen.

Otsch Februar 2020

Jetzt kam Corona und ich habe zum erstenmale seit ich 18 Jahre alt bin , fast jedes Wochenende zuhause verbracht.  Ich kam mir vor wie ein Rentner - in den ersten Wochen/Monaten fand ich das sogar angenehm -  keine Termine, aber viel Schreibkram und Anträge.
Der Staat verbot mir zu arbeiten und gab mir eigentlich keine Hilfe,  den  Sozialhilfe (Hartz 4 ) stand mir doch sowieso zu.  Doch das bisschen Geld reicht kein be iweitem nicht für unsere Familie und unserer Firma. Den lieben Vernastaltern dank habe ich aber Ersparnisse.
Ich finde wir können  viel durch die Pandemie lernen und ich glaube auch das Mutter Erde sich jetzt einfach gegen Ihre Ausbeutung zur Wehr setzt. Daher finde ich Masken und Abstand auch wichtig , aber mal sehen  wie es so weitergeht ..
Alle wollen zurück in die Normalität - doch "Normal"  war es vor Coona doch auch nicht warum muss man in den Urlaub fahren - den dadurch verbreitet sich das Virus doch wieder mehr......
Da ich es aber schon immer gewohnt war, aus der Not eine Tugend zu machen - konzipierte ich die Spazierspiele.... arbeite an einem neuen Clown Programm  mit dem Arbeits Titel "Krachmusik" Nebenher habe ich ein Filmstudio aufgebaut , aber da ich kaum eine Chance sehe damit Geld zu verdienen , beschäftige ich mich damit nur "Nebenbei".

Ich will so schnell wie möglich raus aus der Sozialhilfe -den auf Dauer will ich mit ehrlicher  Arbeit mein Geld verdienen.
Das hat vorher ja auch gut geklappt.  Vorallem fehlt mir mein Publikum und dank einiger lieben  Veranstalter hatte ich im August ein paar wenige Termine - aber immerhin ..




Mit über 35 Jahren Berufserfahrung konzentriert sich Otsch seit nun ca. 20 Jahren ausschließlich auf  sein Lieblingspublikum - Kinder im Alter zwischen 6-12 Jahren.
Die Bühne war schon immer etwas zu klein für seine Ausdrucksformen. So kreierte er, neben seiner schauspielerischen und artistischen Tätigkeit, im letzten Jahrtausend als Multimedia-Künstler erfolgreich interaktive Klang- und Videoinstallationen. Doch recht schnell merkte er, dass die Gala- und Messewelt nicht das Richtige für ihn ist und mit dem Beginn des neuen Jahrtausends konzentrierte er seine Arbeit ausschließlich auf/für Kinder.
Es ist nicht gerade die beste die Zeit für professionelle Bühnen-Clowns (Killerclowns, Klinikclowns und viele "Geburtstagsclowns"). Auch in der Theaterwelt rangiert ein Clown mittlerweile weit unten, der König der Schauspieler ist nicht mehr Mode....
Aber in der Kinderkultur hat er noch sein Platz und ein  kreatives Umfeld.
Vorallem die direkte, ehrliche Resonanz von seinem Publikum - den dort zählt nur das jetzt.
Ihm geht es um Empathie, Freude an der Bewegung, Loslassen durch Lachen und dem unterschätzten Thema "Spielen".


Ohne sich im Geld-Antragsdschungel zu verlieren und verbiegen zu müssen, liefert Otsch ohne jegliche Produktionszuschüsse publikumsnahe Ergebnisse. So geht er völlig unabhängig seine eigenen Wege. Er hat sich auf dem Land viel Platz und Freiraum geschaffen - alles mit Kinderlachen finanziert. Er genießt dadurch eine finanzielle und Formular freie Unabhängigkeit, welche er seinen Fans und einigen sehr treuen Veranstaltern zu verdanken hat.
Flausenfabrik der mobile Vergnügungspark
Mühlenweg 2 , 55608 Bergen , Tel 06752-913020  oder Adlerstr.20 , 70199 Stuttgart 0711-6741630
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